Donnerstag, 10. Juni 2010
Wie Berater es schaffen, den Kunden stets eine Nasenlänge voraus zu sein
Berater, lies hier den Artikel aus dem Handelsblatt.
Sonntag, 2. Mai 2010
sagt: "den Hut aufhaben"
Definition
- eine bestimmte Rolle ausfüllen ("leben")
- etwas zu sagen haben
Beispiel
- "In unserem Projekt-Team habe ich den Marketing-Hut auf."
- "Wer hat bei Euch eigentlich den Hut auf."
Hintergrund
- Hat irgendwas mit Gessler, Wilhelm Tell und so zu tun.
- Kommt natürlich auch aus dem Englischen.
Bemerkungen
- Auch: "sich den Hut aufsetzen" = Verantwortung übernehmen
- "Einen nassen Hut aufhaben" = Nicht mehr alle Nadeln an der Projekttanne haben.
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Samstag, 1. Mai 2010
sagt: "sich wiederfinden"
Definition
- einer Handlung oder einem Dokument zustimmen können
Beispiel
- Ein Berater zum anderen: "In der letzten Version des Fachkonzeptes hat sich unser Team überhaupt nicht mehr wiedergefunden."
Antwort des anderen Beraters. "Gib das doch mal Michael Walze zum Review. Der wird das wieder hinbiegen." - oder: "Michael Walze hat sich in der neuen Projektstruktur nicht mehr wiedergefunden."
Er ist als Mitglied des Projektteams in Zukunft nur noch von überschaubarer Bedeutung, sprich: rausgeflogen.
Bemerkungen
- Beraterdiplomatie: "Finde ich mich nicht wieder" = "Lehne ich ab." Gerne in Meetings benutzt.
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Mittwoch, 28. April 2010
Beraterslang: "unterwegs sein"
Definition
- etwas verkaufen wollen
- etwas vermarkten
- etwas anpreisen
- über etwas nachdenken
Beispiel
- Aussage eines Beraters über einen Marktbegleiter : "Die von [hier Beraterfirma X einsetzen] sind schon längere Zeit unterwegs mit dem Produkt/Thema Y."
Hintergrund
- "Themen" werden in der Beraterszene jedes Jahr durchs Dorf durchgeprügelt wie die sprichwörtliche Sau.
Den Unterschied zwischen einem "Thema" und einem echten Beratungsgegenstand zu erkennen, ist sowohl für die Beratungshäuser wie auch für die Kunden ein Kern-Anliegen.
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Montag, 26. April 2010
ist "unterwältigt". Editier DAS auf http://beraterslang.de
Definition
- Negativ überrascht.
- Enttäuscht.
- Das Gegenteil vom Gefühl der Begeisterung.
Beispiel
- Kunde zum Projektleiter:"Das Kommunikationsverhalten von Herrn Walze wie auch der ganze bisherige Projektverlauf haben mich ziemlich unterwältigt!"
- Berater zu Kollegen: "Kollege Meckermann war wieder mal unterwältigend unterwegs."
Hintergrund
- Schöne Direktübertragung vom engl. "underwhelm"
Bemerkungen
- Im Film "Up In The Air" wird es von der Junior Outplacement-Beraterin gebraucht. Treffend synchronisiert.
Links
- keine
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Sonntag, 18. April 2010
PS zu Black Swan / Vulkanwolke
1. Nach dem Posting gestern früh habe ich noch folgende interessante Sachen gefunden:
- blicklogs Fehler bei der Interpretation von Black-Swan-Phänomenen
- blicklogs Talebs zehn Prinzipien zur Wirtschaftskrise
2. Es geht übrigens um dieses (umstrittene) Buch hier:


3. Im Twitter ist seit Samstag auf englisch natürlich zu dem Thema die Hölle los. Ich werde das auch nicht weiter vertiefen, denn mein Punkt ist nicht die Airline- und Black Swan-Thematik, sondern die Frage:
- "Wer (Consultants, Manager, Risikomanager) traut sich, einen Schwarzen Schwan zu benennen, wenn er ihn gesehen hat?"
4. Ach ja.
Das Ganze war nur ein Hoax der europäischen Flugsicherungsbehörden. Mal sehen, wer jetzt wen in Regress nehmen wird.
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Consulting,
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Selbstbild,
Unternehmensberatung
Samstag, 17. April 2010
Vulkanwolke ist ein Black Swan
Beraterslang-User kennen "Black Swan", ein populäres Buch über unvorhersehbare Ereignisse. Ein schönes Beispiel für einen Black Swan:
Welcher Europäische Airline-Manager hätte in einem Risiko-Assessment für seine Branche ernsthaft >Vulkanausbruch auf Island< aufnehmen wollen?
Ich schätze mal, das Gelächter wäre endlos gewesen. Und Manager setzen sich nur ungern solchen Situationen aus, selbst wenn sie es vielleicht besser wüssten.
Consultants ticken auch so, oder nicht? Sie müssen es auch, weil die Black Swans normalerweise im Business nicht vorkommen.
Welcher Europäische Airline-Manager hätte in einem Risiko-Assessment für seine Branche ernsthaft >Vulkanausbruch auf Island< aufnehmen wollen?
Ich schätze mal, das Gelächter wäre endlos gewesen. Und Manager setzen sich nur ungern solchen Situationen aus, selbst wenn sie es vielleicht besser wüssten.
Consultants ticken auch so, oder nicht? Sie müssen es auch, weil die Black Swans normalerweise im Business nicht vorkommen.
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